SY Santanita - GER8213 SY Santanita - GER8213
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3W26 - Teil 4

7.8.2026 - Teil 4 - die letzten Tage

Omø erwies sich als das, was der Südseesegler sich für seine Fahrten erhofft: Ein abgelegenes Plätzchen mit viel Natur, Strand, Sonne, ein wenig vernünftige Infrastruktur und Versorgung. Auf der Insel leben rund 150 Menschen, in diesen Tagen waren wahrscheinlich mindestens zehnmal so viele da. Nach unserer zweiten Nacht in dem kleinen Hafen entspannte sich die Liegeplatzsituation, es bestand keine Überlastung mehr. Mit der Idee, den Knöchel auch zu mobilisieren, wagten wir einen Spaziergang zum Mittelpunkt der Insel, wo es einen kleinen Shop geben sollte, der uns mit dem Nötigsten versorgen könnte. Die knapp eineinhalb Kilometer führen entlang von Getreidefeldern und wilden Wiesen. Leicht erhöht hat man einen Ausblick über die Landschaft, der die Sorgen der Umwelt komplett vergessen macht. Hier scheint die Welt in Ordnung zu sein. Wir waren einmal mehr beeindruckt, mit wie viel Liebe und Fleiß die dänischen Bewohner die gesamte Insel inklusive Bebauung und Flora in Schuss halten. An jeder zweiten Ecke gibt es charmante Details, Verzierungen oder Kunstgegenstände, die Gärten sind penibel gepflegt und die Menschen sind freundlich und glücklich. Wir fühlten uns beschenkt, zu dieser Zeit an diesem Platz sein zu dürfen. Etwas irritierend war der Auftritt eines Paares mit ihrem Motorboot, allein wegen des Formats desselben. An der Seite stand 23m, und das dürfe wohl die Länge des Wasserfahrzeuges beschreiben, auf dem die beiden sich tragischerweise den Platz teilen mussten. Naja, so kann man sich wenigstens aus dem Weg gehen. (Eigentlich wollte der Schreiber dieses Logbuchs hier ein Bild der riesigen Motoryacht einfügen, aber mit etwas Abstand wird der Raum lieber für ein anderes Bild genutzt, nämlich den Blick auf die weit entfernte Große-Belt-Brücke im Abendrot, das unter den Wolken erschien. Das macht erheblich mehr her als ein großes Motorboot.)

Nach drei Nächten verließen wir Omø, einerseits, weil sich wetterbedingt die Möglichkeit dazu bot, außerdem, weil wir auch noch andere Orte sehen wollten - und weil der vorherrschende Westwind uns dazu motivierte, jede nach Westen gesegelte Meile als Guthaben zu empfinden. Wir wollten also den angesagten nordwestlichen, schwachen Wind dazu nutzen, um die Nordspitze Langelands anzusteuern. Der leicht nördlich setzende Strom im Großen Belt sollte uns dabei unterstützen, doch leider scheiterte unsere Idee an mehreren Punkten: Der ohnehin schwach angesagte Wind schlief annähernd ganz ein und der Verkehr der von uns nur noch 'Pötte' genannten Schifffahrt zwang uns zu Wartephasen und Maschinenunterstützung ausgerechnet bei der Querung des Verkehrsweges. Erst bei Annäherung an die Insel Langeland kam wieder Wind auf und wurde an der Nordspitze derart gestreut und böig, dass ein einfallender Windstoß der Bordfrau ziemlich das Herz in die Hose rutschen ließ, obwohl sie vom Steuermann, der die Wasseroberfläche gelesen hatte, einige Sekunden vorher gewarnt wurde. Westlich der Nordspitze lauerte dann gleich die nächste Herausforderung: Eine in Nord-Süd-Richtung sich weit erstreckende Flachstelle sollte eigentlich nördlich umfahren werden. Das war uns aber ein zu weiter Umweg und so suchten wir eine Stelle zwischen den Untiefen, die für unsere Santanita passierbar wäre. Das gelang unter großer Aufmerksamkeit auf den Tiefenmesser, und von dort ging es dann mit sportlichem Wind bis vor die Hafeneinfahrt von Lundeborg. Wir waren einmal mehr sehr erstaunt, was ein scheinbar einfacher Plan für Wendungen nehmen kann, um am Ende für eine recht nervenaufreibende Fahrt zu sorgen.

Der Hafen von Lundeborg war gut gefüllt. Bei der Einfahrt in den Liegeplatzbereich für Yachten unserer Art wurden wir gleich von zwei Booten lautstark begrüßt - und in ein anderes Hafenbecken verwiesen, weil dieses vollständig belegt war. So prominent begrüßt zu werden, hat uns natürlich überrascht. Von dem einen Boot schallte es "Von denen haben wir unsere Moquito gekauft!", und tatsächlich handelte es sich um das deutsch-dänische Paar, dem wir vor fünf Jahren unsere erste Santanita in gute Hände übergeben hatten. Die andere grüßende Crew war wieder die Familie, die am heimischen Vereinssteg direkt gegenüber der Santanita liegt und mit denen wir bereits in Marstal zusammengetroffen waren. Wir fanden einen improvisierten Liegeplatz in dem Hafenbecken, wo die kleine örtliche Werft ihre Slipbahn hat, direkt vor den Schienen, auf denen Schiffe in der Größe von Fischkuttern trocken gezogen werden können. Als der Hafenmeister kurz nach dem Festmachen zu uns kam, befürchteten wir gleich, dass wir dort nicht liegen dürften, aber er gab den Platz frei. Auf die Frage nach der Tiefe beruhigte er uns ebenfalls: Etwas weiter hinten am Steg sei es drei Meter tief. Das wurde uns offensichtlich, nachdem wir nach einem Rundgang zu den Bekannten nach rund zwei Stunden wieder zum Boot kamen und die Santanita uns ein beträchtliches Stück Rumpf unter dem Bug zeigte.

Das Wasser war zwischenzeitlich schnell gefallen und das Boot stand auf dem Kiel, gefesselt und angelehnt an den Steg. Erst mit einem energischen Einsatz von Seil und Winsch konnten wir wieder Wasser zwischen Kiel und Grund bekommen, indem wir uns zum Ende des Steges zogen, was bis zu unserer Abreise für die sprichwörtliche Handbreit sorgen sollte, selbst, als am Abend alle Bekannte an Bord mit uns zusammentrafen, um ein paar Erfrischungen zu konsumieren und etwas Seemansgarn auszutauschen. Es war ein schöner Abend mit tollen Menschen und interessanten Themen. Der folgende Tag diente zum Ausschlafen, zur weiteren Pflege des Skipperknöchels, zur Erkundung des Ortes und zum Besuch eines Pizzeria-Containers, in dem ein paar junge Dänen durchaus schmackhafte Italo-Torten bereiteten. Selbst ein italienisches Bier wurde dazu gereicht.

Wieder von einem zeitlich begrenzten Windfenster getrieben, liefen wir am frühen Morgen nach der zweiten Nacht in Lundeborg aus, um gen Süden in den Svendborgsund zu segeln. Der Wind stand gut, um den Skipper zum Ehrgeiz zu motivieren, den Sund unter Segeln zu durchfahren. Trotz starken Gegenstroms bis zu rund zweieinhalb Knoten gelang dies zum allergrößten Teil, es wurde sogar ein Belegfoto davon gemacht, als unser deutsch-dänisches Nacheignerpaar uns einholte.

Bis zur Durchfahrt unter der großen Brücke westlich von Svendborg konnten wir segeln. Dort wurde der Wind dann von den Wäldern am Ufer so abgeschirmt, dass wir fast rückwärts segelten. Erst die Unterstützung unseres Dreizylinders schob uns aus dem Sund heraus. Hier mussten wir uns entschließen, wohin wir wirklich fahren wollten. Die Entscheidung fiel für Ærøskøbing aus, weil der Vorwindkurs nach Faaborg mit dem schwachen Wind zu einer zerreißenden Geduldsprobe werden würde. Mit halbem Wind ging es also mit ruhiger Fahrt gen Süden, durch die dafür gebaggerten Rinnen. Mit Ærøskøbing wurde dann auch die restliche Route unserer Reise vorprogrammiert, denn die mittefristigen Wettervorhersagen hatten wir natürlich im Blick. Über Marstal, von wo wir gekommen waren, würde es dann auch wieder gen Heimat gehen.
Aber zunächst erreichten wir nach etwas zäher Fahrt Ærøskøbing am Nachmittag des 3. August. Das Hafenhandbuch überraschte uns mit der Information, dass nur kleine Teile des Hafens für unseren Tiefgang geeignet sein würden. So war es ein ziemliches Glück, dass wir am Kopf eines Steges, angelehnt an ein etwas größeres Boot in der letzten regulären Box, festmachen konnten. Wir lagen dort zwar vor der Hafeneinfahrt, durch die der Schwell des verbleibenden Seeganges direkt für eine gewisse Unruhe sorgte, aber wir konnten direkt von Bord an den Steg, ohne über andere Boote klettern zu müssen. Das sanfte Knartschen der fünf Fender, die uns gegen das größere Boot sicherten, sollte nicht für Schlaflosigkeit sorgen. Ein Spaziergang am Tag nach unserer Ankunft führte uns zur Bucht nordwestlich der Landzunge oberhalb des Hafens. Dort stehen wie an einer Kette die kleinen Badehäuschen, die von den Dänen als Stranddomizil genutzt werden. Außerdem ankerten in der malerischen Bucht diverse Boote, etwas weiter draußen die königlich-dänische Yacht.

In der zweiten Nacht wurden wir geweckt durch ein spektakuläres Gewitter mit sintflutartigem Regen (und zum Glück ohne extreme Böen) zwischen zwei und drei Uhr, das direkt über unsere Köpfe hinweg ging. Das Schauspiel kam nicht unangekündigt, aber überrascht hat es uns dennoch durch die Intensität der Blitze und des Niederschlags. 

Für den kurzen Rest der Nacht wurden unsere Träume durch die Eindrücke des Gewitters bestimmt. Unausgeruht krochen wir gegen fünf Uhr morgens aus der Koje. Viel länger wollten wir ohnehin nicht schlafen, denn nach der Gewitterzelle war eine Phase ruhigen Wetters angesagt, das wir für die Fahrt nach Marstal nutzen wollten. Dort würden wir mindestens einen Tag, vielleicht zwei, bleiben müssen, denn ein knackiger Weststurm war angekündigt, der bereits am Nachmittag aufbrisen sollte. Also liefen wir sehr früh aus Ærøskøbing aus und segelten problemlos durch die Rinnen, wobei man auf dem Weg nach Marstal einen tüchtigen Umweg hinnehmen muss.
Entsprechend unserer ultrafrühen Abfahrt war ebenfalls die Ankunft sehr früh. Eine Perlenkette auslaufender Boote kam uns entgegen, als wir in Marstal ankamen. Entsprechend zuversichtlich machten wir uns auf die Suche nach einer Box, was auch schnell gelang. Der noch lange Rest des Tages bestand aus Nachholen von Schlaf, Trocknen von Ausrüstung, Klarschiffmachen für wahrscheinlich die kommenden zwei Tage.
Der erste Tag hielt, was die Wetterprognosen versprachen. Am späten Vormittag frischte der Wind auf, weiter und weiter, bis er am Nachmittag stürmische Stärke erreichte. Unser Anemometer zeigte im vor Westwind geschützten Hafen bis über 30 Knoten Wind, draußen auf See wird es deutlich mehr gewesen sein. Wir genossen die Sicherheit des Hafens unter unserer Kuchenbude und verfaulenzten den größten Teil des Tages. Eine gedoppelte achterliche Luvleine haben wir trotzdem angebracht, und wir waren mit dieser Maßnahme nicht allein.

Die beiden Tage in Marstal waren erholsam und trotz des Geheules des Windes einfach schön. Es gab nochmal Pommes und mindestens eine sternklare Nacht. 

Außerdem haben wir uns mit einigen dänischen Lebensmitteln eingedeckt, die uns an die schöne Urlaubszeit erinnern werden, wenn wir morgen nachhause gesegelt sein werden und die Sommerreise der Santanita 2026 beendet sein wird.

Eine wichtige Erkenntnis soll noch vermittelt werden:
Das heiße Öl in der Kombüsenpfanne läuft auf die Leeseite.

fin 3W26.

Skipper 07. August 2026

3W26 - Teil 3

28.07-2026 - Teil 3 - ostwärts?

Das veröffentlichte Logbuch leidet etwas unter der geschwächten Schreiblust des Skippers. Die Abstände zwischen den Berichten verlängern sich. Es sei in diesem Zusammenhang erwähnt, dass parallel an Bord selbstverständlich ein nautisches Logbuch geführt wird, mit den wichtigsten Fahrtdaten, Wetterverhältnissen usw.. Der guten Seemannschaft werden wir gerecht.

Um keinen Marstal-Koller zu bekommen, sind wir am 23. Juli nach Bagenkop gesegelt. Der kleine Schlag sollte auch bei viel Westwind möglich sein. Der Skipper sprach in der Planung von 'rüber treiben lassen'. Ganz anders hat sich die Fahrt dann doch präsentiert: Eine mächtige alte Welle von der Seite, gepaart mit tüchtig raumem Wind machte den kurzen Trip trotzdem unangenehm, erträglich nur seiner Kürze wegen. Es gab in Bagenkop viele frei Plätze, so dass wir wählen konnten. In der ersten Reihe, recht gut vor Wind geschützt, machten wir fest. Das befreundete Seglerpaar von der SY Hedda traf kurz nach uns ein. Wir hatten mit unserer Abfahrt deren Plan durchkreuzt, uns in Marstal zu besuchen. Also kam auch die Hedda nach Bagenkop. Wir hatten zwei nette Abende miteinander und insgesamt eine ganz erfreuliche Zeit dort, während draußen der Wind eine komfortable Weiterreise vereitelte.

Erst am Sonntag beschlossen wir einen weiteren Törn, der uns Erfahrung bescheren sollte: Seit Beginn der Reise schwebte der Begriff 'Lolland' im Raum, aber wir wollten uns keine Ziele setzen, und deshalb wurde das nur gedacht, nicht ausgesprochen. Nun aber schien die Reise machbar. Und obwohl der Skipper am Vorabend die Prognose für den starken Gegenstrom im Großen Belt gesehen und erwähnt hatte, waren wir der Überzeugung, diesem Umstand trotzen zu können - weit gefehlt: Nach der Umrundung der Südspitze Langelands gingen wir mit leichtem halben Wind auf Kurs der Anfahrtsrinne nach Nakskov, also Richtung Nord-Ost diagonal über den Großen Belt. Es gabe eine Menge Verkehr von 'dicken Pötten', aber das sind wir als Bewohner der Kieler Förde gewohnt, so dass wir uns gefahrlos (wenn auch aufmerksam angespannt) durch das Verkehrstrennungsgebiet schlengeln konnten. 

Nur leider kamen wir irgendwann trotz Maschinenunterstützung unter Vollzeug fast nicht mehr voran! Die Logge, die die Geschwindigkeit im Wasser misst, zeigte fast sieben Knoten, aber über Grund waren es nur noch 1,9 Knoten! Zu dem Gegenstrom kam eine hässlich aufgewühlte See - nicht nur von den Pötten rings um uns herum, sondern auch von der Situation 'Strom gegen Wind'. Die errechnete Ankunftszeit rückte immer weiter vor, bis nach Sonnenuntergang, und so beschlossen wir den Abbruch der Fahrt, die Kapitulation vor den Elementen, glücklicherweise ohne Gefahr und mit einem Plan B: Spodsbjerg. Zwar mussten wir auch dorthin weiter gen Norden, aber wir konnten raus aus dem starken Strom in der Mitte des Großen Belts, rein in das Neerwasser an der Küste. Dort kamen wir vernünftig voran und erreichten am frühen Abend nach einer gewonnenen Regatta mit einem ebenfalls dorthin segelnden Boot im Sprühregen Spodsbjerg. Der Hafen bot viel freien Platz. Wir suchten eine Box zwischen zwei etwas größeren Booten aus. Mit guter Kenntnis der Wetterprognosen empfahl die Bordfrau den sofortigen Aufbau der Kuchenbude. Während wir in der einige hundert Meter entfernten Poelserbude einen leckeren Burger mit noch viel leckereren Fritten verspeisten, ging ein satter Regen über den Ort, aber unser Cockpit blieb durch die Weitsicht der Bordfrau trocken. An die Nutzung der bordeigenen Kombüse war nach den Anstrengungen des Tages nicht mehr zu denken, und wir machten die Erfahrung, dass es neben den von uns als beste Pommes ausgezeichneten Fritten in Söby, noch die in Spodsbjerg gibt, die ebenfalls herausragend gut sind und von gänzlich anderer Machart! Nach den seefahrerischen Erfahrungen nun auch noch ein kulinarisches Erlebnis - was für ein erfüllter Tag! Halbwegs trockenen Fußes schafften wir es wieder an Bord und fielen annähernd sofort in versteinerten Schlaf.

Den darauf folgenden Tag wollten wir gezielt im Hafen verbringen. Wir freuten uns auf's Ausschlafen, auf ein ausgiebiges Frühstück, auf's Faulenzen und Entspannen. Während der Skipper sich diesen Leidenschaften grenzenlos hingeben konnte, erfuhr die Bordfrau gegen Mittag einen Bewegungsdrang und ging ausgiebig spazieren. Nach einer halben Stunde Abwesenheit empfing der Skipper einen Anruf der Kundschafterin: "Hier liegt eine Baby-Robbe am Strand! Was kann man da tun?"

"Fernbleiben" war die spontane Antwort. Nach etwas Hin und Her und ein bisschen Recherche konnten wir die Situation als Normalität einordnen. An der Südküste Lollands leben Robben in Kolonien. Diese Robbe war wohl etwas (~ 20 Meilen, ein Katzensprung für den Meeressäuger) entfernt und sonnte sich am Strand. Das Tier war klein, aber kein Heuler - und einige Stunden später, bei einem Kontrollspaziergang, war es eben einfach wieder verschwunden. Die Lebensräume der Meeresbewohner sind uns beiden weitestgehend unbekannt - und ganz offensichtlich gibt es auch immer mehr außergewöhnliche Beobachtungen. Kurz vor unserer Reise spielte sich das Drama um den Buckelwal 'Timmy' ab, und während wir nun die Ostsee befahren, ist schon wieder ein Buckelwal in Flensburg, Kiel und erneut vor Wismar unterwegs. Mutter Natur scheint Botschaften zu senden, die allerdings bekanntlich auf taube Ohren stoßen bei denen, die Armlänge hätten.

Der Westwind war am Dienstag etwas schwächer angesagt, was uns einen zweiten Anlauf zur Querung des Großen Belts in Angriff nehmen ließ. Wieder nur unter Genua und unter Berücksichtigung des Stroms durch einen angemessenen Vorhalt haben wir es dann auch geschafft. Einmal auf der anderen Seite angekommen, fuhren wir in eine lange, gut betonnte Rinne, die wir vollständig durchsegeln konnten, bis in die Innenstadt von Nakskov. Dort macht man längsseits an der Promenade fest, und es war reichlich Platz frei. Spontan waren wir etwas enttäuscht vom ersten Eindruck: Hinter den Liegeplätzen hatten wir Cafés, Boutiquen, Musik und buntes Treiben erwartet, stattdessen fanden wir einen Fußweg vor, dahinter eine vielbefahrene Hauptstraße und eine schlichte Häuserreihe, wenig hygge, ziemlich langweilig.

Kurz nach uns lief eine größere Yacht mit einem Seglerpaar ein, die uns Nakskov als attraktives Ziel bei einem kurzen Gespräch in Bagenkop empfohlen hatten. Wir verabredeten uns für den Nachmittag zu einem Erfrischungsgetränk, bevor wir einen Spaziergang durch die Stadt machten. Auch während dieser Erkundung empfanden wir die Innenstadt als öd. Viel Leerstand und 'Til Salg'-Schilder, verrottete und verwaiste Gebäude, geschlossene Geschäfte - kein Ort zum längeren Verweilen. Bei dem verabredeten Treffen mit dem Seglerpaar erfuhren wir, dass der Tipp quasi 'second hand' war: Man habe ihnen gesagt, dass.... Naja, nun hatten wir einen eigenen Eindruck - und mit dem Betreten von Lolland-Boden einen Meilenstein.

Leichter Südwind brachte uns am Mittwoch genauso gut segelnd durch die Rinne hinaus auf den Großen Belt, wie wir am Nachmittag zuvor rein gekommen waren - keine Selbstverständlichkeit und daher umso erfreulicher. Am Ausgang der Rinne legten wir Nordkurs, offen, ob wir um Langelands Nordspitze herum oder zu der Insel Omø wollten. Die Backstagsbrise war so schwach, dass wir - selbst mit dem nordwärts setzenden Strom - kaum voran kamen. So konnte der Große Belt ziemlich lang werden. Wir packten also unseren Gennaker aus und begannen vor dem Wind zu kreuzen.

Einigen Containerfrachtern mussten wir ausweichen aber die Fahrt mit dem großen Tuch machte seglerisch zufrieden. Aus Sorge vor einem überfüllten Hafen auf Fynen, der wohl Lundeborg gewesen wäre, entschieden wir uns unterwegs für Omø, auch, weil wir dort beide noch nicht waren.
Auf Höhe der Südspitze von Omø drehte der Wind schlagartig um 40° links. Unsere letzte Halse war schlecht, so dass wir eine schöne Sanduhr im Gennaker hatten. Es dauerte ein bisschen, bis wir das Segel wieder klar hatten und vernünftig geborgen hatten. Danach ging's hoch am Wind zu dem an der Nordseite gelegenen Hafen der Insel. Dieser war ebenfalls übervoll, aber wir fanden im zweiten Versuch einen brauchbaren Platz im Päckchen.

Bei der folgenden Klarschiff-Aktion stolperte der Skipper erneut über irgendetwas, stürzte wir bereits vor zwei Wochen ins Cockpit und verrenkte sich erneut den bereits zweimal verbogenen Knöchel, der gerade einigermaßen auf dem Weg der Heilung schien. Der böse Schmerz erzeugte Schwindel und nach Wahrnehmung der zur Hilfe eilenden Bordfrau womöglich eine kurze Zeit der geistigen Abwesenheit. Es wurde sogar erwogen, einen Notruf auszulösen. Glücklicherweise konnte bald entwarnt werden, weil sich der Gestürzte wieder berappelt hatte und von vielen helfenden Menschen gut umsorgt wurde. Selbst der herbeigerufene Hafenmeister Jesper trug mit einem Beutel Eiswürfeln zur spontanen Behandlung der Verletzung bei. Trotzdem hinterließ der Unfall einen gro0en Schrecken, insbesondere bei der Bordfrau.

Mit der neuen Situation war das ohnehin angedachte Verweilen auf der Insel festgeschrieben. Wir mussten am kommenden Morgen das Päckchen auflösen, weil ein innen liegender Fahrensmann früh ablegen wollte. Dabei fand sich ein neuer, regulärer Liegeplatz, und die Einschränkung der Mobilität des Skippers erwies sich als handhabbar. Der Knöchel bekam den ganzen Tag Ruhe, erhöhte Lagerung, Kühlung und Bandage. So wurde zwar die Insel nicht erkundet, aber allein bereits die Stimmung im Hafen hinterließ einen wunderbaren Eindruck. Nicht zuletzt entstand daraus die Gelegenheit, das öffentliche Logbuch weiter zu führen....

Skipper 30. Juli 2026

3W26 - Teil 1

17.7.2026 - Teil 1 - Damp

Der diesjährige Sommertörn bekommt in Anlehnung an unsere große Auszeit des vergangenen Jahres den Titel 3W26, also '3 Wochen 2026'.

Bereits vor Wochen haben wir begonnen die ersten Ausrüstungen an Bord zu schaffen. Das vergangene Wochenende haben wir an Bord verbracht, um die Vollständigkeit zu prüfen - wir sind bereit! Ungeschickterweise ist jedoch der Skipper am Sonntag dieses Wochenendes mit dem linken Fuß brutal umgeknickt, so dass er spontan große Sorge um den Urlaub hatte und die Woche eine ziemliche Quälerei war. Trotzdem haben wir unsere Vorbereitungen abgeschlossen und sind am Freitagmorgen mit den letzten sieben Sachen unter'm Arm mit dem Bus nach Schilksee gefahren, um unsere Sommerreise anzutreten.

Während in den vergangenen Wochen schwache Winde und hohe Temperaturen vorherrschten, schien sich die Großwetterlage mit unserem Start grundsätzlich zu verändern:  Für den Nachmittag unseres Abreisetages war eine Kaltfront mit viel Wind und Gewitter angesagt. Mit dem wenigen Wind am Vormittag haben wir uns nach Damp durchgehungert.

In Damp waren wir nicht, seit der Sturm den Hafen im Herbst 2023 komplett zerstört hat. Während andere Häfen längst wieder aufgebaut und in Betrieb sind, hat die Verwaltung in Damp ein ziemlich jämmerliches Bild abgegeben und erst im vergangenen Winter überhaupt begonnen, die zerstörten Rudimente zu beseitigen. Noch immer ist von Wiederaufbau kein Anzeichen zu erkennen. Es gibt ein paar verbliebene Stege, und die Kommune als neue Hafenverwaltung setzt alles daran, den Betrieb dieses Teils des Hafens aufrecht zu erhalten. Erste Idee dazu war offensichtlich eine Preiserhöhung um 20 Prozent im Vergleich zu 2023 - etwas fragwürdig, da die Infrastruktur des Hafens nicht mehr das bietet, was vor dem Sturm verfügbar war. So konzentriert sich zum Beispiel das gesamte Feuchtraumangebot nun auf die Anlagen beim Hafenmeister, die entsprechend überbelastet sind.
Das Gewitter blieb aus und wir verbrachten den Rest des Freitags mit dem Sortieren und Verstauen der Dinge, die wir in den Vortagen nur ins Boot geschmissen hatten. Ein Grund für den Vorzug von Damp vor der Fahrt in die Schlei war auch die Pizzeria, die uns am frühen Abend einen leckeren Italienischen Fladen bereitete. Unsere erste Urlaubsnacht erfüllte alle Wünsche: In der Koje schaukelten wir bei geöffnetem Luk in einen erholsamen Schlaf.
Am Samstag sollte es ordentlich pusten. Es war schon vor Abfahrt klar, dass wir den Tag an dem Ort verbringen würden, den wir vortags angesteuert hatten. Wir nutzten die Gelegenheit zum Einkauf einiger frischer Lebensmittel, um am Abend in der Bordküche eine leckere Gemüsepfanne à la Santanita zu bereiten. Der Skipper schonte seinen Knöchel, den er kurz vor der Abreise noch einmal schmerzhaft umknicken musste.

Gegen Mittag erschien der Hafenmeister mit dem Anliegen, dass der Liegeplatz zu räumen sei, weil die Dauerlieger zurückkommen würden - eine ungeschickte Organisation, hatte der Kollege am Vortag doch die Verfügbarkeit des Platzes erklärt. Wir waren etwas traurig über die notwendige Aufgabe des Platzes, denn wir lagen schön mit der Nase im Wind und hatten alle Leinen fein arrangiert; nun würden wir die Zelte abreißen und alles neu einrichten müssen.

Direkt gegenüber in der Pappelallee und in Lee bekamen wir einen alternativen Liegeplatz angeboten. Diese spezielle Situation ermunterte uns zu einem ungewöhnlichen Hafenmanöver: An einer sehr langen Vorleine ließen wir unsere Santanita durch den Wind rückwärts über die Pappelallee in die freie Box treiben, so dass wir am Ende mit dem Heck am neuen Steg festmachen konnten. Auf diese Weise blieb der Bug im Wind und das Tauschen der Box wurde mit kleinstem Aufwand erledigt. Die Maschine haben wir nur sicherheitshalber angeschmissen.

Es war sehr windig. Am Sonntagmorgen sollte es ein paar segelbare Stunden geben, aber der Skipper schlug den Vorschlag der Bordfrau aus, gegen 04:00 Uhr aufzustehen um diese Stunden zu nutzen. Dafür gab es mehrere Gründe: Das Schlaf-Opfer schien unmenschlich, vor allem angesichts des am Abend anstehen kleinen Finales der Fußball-WM, das sich der Skipper gerne ansehen wollte. Dieses begann erst um 23:00 Uhr und nach Verlängerung und Elfmeterschießen wären es dann nur noch zwei Stunden bis 04.00 Uhr - nicht ansatzweise ausreichend für eine erholsame Nacht. Außerdem sollte ein weiterer Ruhetag gut sein für die Regeneration des Fußgelenks. Also beginnt der Urlaub mit einer tüchtigen Dosis Damp.

Bereits vor der Abreise ist der Skipper re-infiziert von Musik ais den 80ern: Edie Brickell gab damals mit der Band 'The New Bohemians' ein Platte 'Ghost of a Dog' heraus, darauf ein paar gute Songs mit trickreichen Gitarrenarrangements. Der Ohrwurm 'Mama help me' hat sich für die ersten Tage des Sommertörns festgebissen. 

Die Sache mit dem Fußball erwies sich als totaler Flop: Das kleine Finale, das mit spektakulär vielen Tore 6 : 4 für England (gegen Frankreich) ausfiel, wurde nicht öffentlich übertragen (Danke, Telekom!) und das eigentlich Endspiel am Abend drauf war stinkend langweilig. Naja, zum Glück hatte die überfinanzierte Kickerei damit ein Ende.

Endlich, am Dienstagvormittag, sollte ein Wetterfenster für eine Weiterreise taugen.....

Skipper 20. Juli 2026

3W26 - Teil 2

20.07.2026 - Teil 2 - endlich Dänemark

An 'unserem' Steg in Damp liegen auf der gegenüberliegenden Seite eine ganze Reihe großer Schiffe, die verchartert werden, darunter eine Elan 410, die aber von dem Betreiberpaar der Charterfirma selbst gesegelt wird. An den Booten herrscht reger Betrieb, Ein- und Auszüge von Chartercrews, Bootsbauer, die kleinere Reparaturen durchführen, Reinigungstrupps, relativ ähnlich wie ein Hotel.
Am Nachmittag vor dem Tag unserer Abreise zog ein Trio 'Bestager' auf einer Halberg Rassy 38 ein, mit einem ziemlich kapitalen schwarzen Retriever-Rüden, für den eigens eine Art Gangway auf das mit dem Heck am Steg liegenden Boot eingerichtet wurde. Als Hund und Herrchen den Steg zum Boot herunter liefen, setzte der Retriever zum Endspurt an, um die beiden Bekannten an Bord schwanzwedelnd zu begrüßen. Die Kurze zur Gangway war eng und das Brett ziemlich schmal, die Fliehkraft zu hoch oder der Grund bot nicht genug Grip - die Summe aus allen Verhältnissen ließ den schwarzen Brocken abschmieren und einen guten Meter zwischen Steg und Boot herab- und in's Wasser fallen. Ohne lange Überlegung zeigte sein Herrchen Herz und ging über's Heck auf die schmale Badeplattform - und direkt in voller Montur ebenfalls hinein ins Hafenbecken - geteiltes Leid ist halbes Leid. Herbeigeeilte Crews von den Nachbarbooten halfen mit Seilen und Hände, den erschrockenen Hund auf den Steg zu hiefen, während Herrchen sich über eine Notleiter am Steg selbst einen Weg fand. Da standen sie nun, patschnass und wieder in Sicherheit vereint. Herrchen hatte keine anderen Gedanken, als sich um seinen treuen Kameraden zu kümmern, liebkosend und mit Handtuch feierten die beiden unter Applaus der Umstehenden die Rettung.
Tags drauf erfuhren wir vom Retter, dass sogar seine Armbanduhr und sein Mobiltelefon die Aktion überstanden hatten. Es war also alles glimpflich verlaufen, und wir dürfen uns nachträglich für das spektakuläre Hafenkino bedanken!

Endlich war ein Wetterfenster gekommen, das uns eine Abreise unter Segeln aus Damp ermöglichte. Die Überfahrt nach Marstal war toll: Vier Beaufort halber Wind machte, dass die Santanita eine Furche in die Ostsee schnitt, hinter Ihr brodelndes Kielwasser - schöner kann es nicht gehen!

Aber irgendwas ist ja bekanntlich immer und diesmal war es die Anfahrt auf den Hafen: Sternförmig bewegte sich eine große Menge Urlaubshungriger auf die Hafeneinfahrt zu. Wir waren rund eine Meile vorher durch ein dichtes Seegrasfeld gefahren und hatten danach das sichere Gefühl ein ordentliches Knäuel davon am Kiel eingefangen zu haben. Unsere Fahrt war damit mühsam und alle anderen Boote um uns herum waren schneller. Ein fairer X-35-Skipper blieb verhalten hinter uns, aber viele andere nutzten unsere Bremse schamlos aus.
Der Hafen war brechend voll - keine Chance auf einen regulären Liegeplatz. Sternförmig vertäuten sich die Boote provisorisch an den Stegköpfen, neue Bekanntschaften ergaben sich gezwungenermaßen. Wir lagen als zweite hinter einem regulären Endplatz, hinter uns noch zwei weitere Boote, also ein Viererpack insgesamt. Obwohl alle Rücksichtnahme übten, war die Situation alles andere als entspannend. Das Geturne über die fremden Boot nervt die Turner und die Eigner, der Abstieg vom steilen Steven des ersten Bootes zum tiefen Schwimmsteg war potenziell gefährlich, ein echtes Schmankerl für den ohnehin noch lange nicht kurierten Knöchel des Skippers. In dieser Situation überlegt man sich jeden Landgang dreimal!
Der Verbund blieb einen zweiten Tag stabil, weil der starke Wind alle Verknüpften vom Segeln abhielt. Dafür hatte Marstal eine hübsche Überraschung zu bieten: Am Mittag entdeckten wir beim Gang zum Nahrungsmittelversorger ein Plakat, das auf einen 'Maritimen Tag' hinwies, gleichzeitig liefen scharenweise kleine und große Traditionssegler ein, die am Ende ein wunderschönes Bild abgaben. Garniert mit etwas Livemusik und ein paar Buden mit kulinarischem Angebot ergänzten die Veranstaltung zu einem ziemlich besonderen Event. Solch eine Kulisse der vielen alten Segler konnte selbst die Kieler Woche dieses Jahr nicht bieten! Wir trafen uns mit den befreundeten Stegnachbarn aus Schilksee auf ein paar Tröpfchen aus dem Tuborg-Hahn und hatten einen guten Abend.

DIe Nacht war unruhig durch den heulenden Wind und das Geruckel, das so ein Paketverbund mit sich bringt. In alle Richtungen knartschten Fender und rückten Festmacher ein. Außerdem mussten wir uns den Wecker stellen, denn das innerste Boot hatte Ablegen u, 9:00 UHr ausgerufen. Insgesamt war große Abfahrt an diesem Morgen, und so ergab sich für uns die Gelegenheit, nach der Abfahrt der beiden äußeren Boote, einen 'richtigen' Liegeplatz für uns zu ergattern. Wir hatten ohnehin beschlossen, einen weiteren Tag zu bleiben, weil der Wind weiter heftig blies und zudem aus einer Richtung, die uns gar nicht passte.
Gegen 11:00 Uhr waren wir fest am neuen Liegeplatz. Die Bordfrau befand ihr Glücksgefühl als königlich, und somit war auch der Skipper hoch zufrieden. Wir verbrachten den sonnigen Tag mit Basteleien am Boot, Aufräum- und Reinigungstätigikeiten, Einkauf, aber auch tüchtig Relaxen. Das war endlich richtiger Urlaub!
Am Abend kam eine dänische Nachbarin und schenkte uns ein gutes Pfund frischer Krabben - ungepult, aber direkt vom Fischer an diesem Tag. Gleich machte sich die Bordfrau ans berüchtigte Pulen. Es muss ich wohl um Jungtiere gehandelt haben, denn die aus der Schale entnommene Fleischmenge hatte homöopatischen Charakter - trotzdem lecker!

Skipper 25. Juli 2026

geheime Mission

Der Einsatz von Technologie hat immer zwei Seiten: Da wird für eine Anforderung eine Lösung geschaffen, die aber sorgt dafür, dass auf irgendeine Art eine Begleiterscheinung eintritt. Im einfachsten Fall ist das Energieverbrauch oder die Notwendigkeit, das neu zum Einsatz gebrachte Stück Technik zu pflegen und zu warten.

Das ist auch an Bord nicht anders. Hier geht es um die segensreiche Einrichtung des AIS. Das automatische Identifikationssystem sendet bekanntlich alle naselang eine Positionsmeldung per UKW-Seefunk an den umliegenden Schiffsverkehr, um die Kollisionsverhütung zu erleichtern und somit für Sicherheit zu sorgen - soviel zum angestrebten Segen und zu Motivation, ein solches System auf möglichst vielen Schiffen zu verbreiten.

Die Begleiterscheinung, dass ein Jeder fortwährend den Aufenthaltsort beobachten kann, ist auf den ersten Blick auch ein hübscher Effekt. Bei tiefer gehender Betrachtung kann hier aber auch ein weniger erfreulicher Aspekt gefunden werden. Tatsächlich sucht der touristisch Reisende ja vorsätzlich die Abgeschiedenheit, die ungestörte Freizügigkeit. Das Bewusstsein der dauerhaften Lokalisierbarkeit kann diesen Freiheitsgenuss trüben. Deshalb ist der Skipper tätig geworden und hat eine Anti-Stalk-Möglichkeit geschaffen - eine hübsche kleine Bastelarbeit, vom Auffinden der richtigen Steuerleitungen bis zum 3D-Druck eines passenden Gehäuses für die Schalter, um fortan in geheimer Mission unterwegs sein zu können. Mit der Funktion zum Aktivieren des Ankeralarms wurde damit auch eine einfache Möglichkeit für Sicherheit am Ankerplatz geschaffen.

Ob wir diese Verschleierungstechnik auf unserer 4M25-Reise anwenden werden, wissen wir noch nicht.

no-AIS

Skipper 08. Juni 2025
  1. Projekt 4M25
  2. Sommertörn 2024
  3. Sommer 2024 - das Beiboot
  4. neue Sprayhood

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