Der Jahrhundertsommer dieses Jahres dauerte bereits einige Wochen, als die Bordfrau und der Skipper endlich Urlaub hatten. Erst in der letzten Juliwoche konnten die Leinen los gemacht werden - mit dem festen Entschluss, sich keine Ziele gesetzt zu haben. Dennoch geisterte der Gedanke 'Kopenhagen' in den Köpfen und so wurde mit Ehrgeiz die ersten zwei Tage von früh bis spät gesegelt, um dann zu beschließen, die Entspannung nicht durch das Erreichen eines Zieles erlangen zu wollen. Also wurden die Schläge erheblich verkürzt und Kopenhagen mit dem Zug besucht.

In der zweiten Urlaubshälfte brach die enorme Hitzewelle ab und 'normales', wechselndes Wetter stellte sich ein. Wir erlebten Starkwind und sonnige Strandtage, Gewitter und Flaute. Die Route führte durch Dänemark und nach Mecklenburg-Vorpommern, zur Hanse-Sail in Warnemünde. Em Ende verbrachten wir ein paar wunderbare Tage auf der anderen Seite der Förde, in Sichtweite zum Heimathafen, in Laboe.

Das war der Urlaub 2014 - viel zu schnell vergingen die drei Wochen!

Über Aeroe, Langeland, durch Smallands Fahrwasser, auf Seeland, danach über Moen und Falster nach Mecklenburg-Vorpommern und zurück - eine hübsche Rundreise - siehe Karte.

Flaute, Starkwind, vier Schweinswalsichtungen, Besuch der dänischen Hauptstadt nebst Kronjuwelenbesichtigung, ein ultrahilfsbereiter dänischer Sportsfreund (hallo Flemming!), sehr teures Bier, sonniges Wetter, Steine am Meeresgrund, Fund einer Flaschenpost, uswusf.... Es war ein toller Urlaub mit vielen Erlebnissen und Erfahrungen. Wer uns trifft, kann mehr darüber berichtet bekommen!

Für den Sommer 2011 war die zweite Urlaubsreise geplant. 'Rund Rügen' sollte die Reise gehen. Bereits im Vorfeld zeichneten sich Schwierigkeiten ab, zweimal musste die Abreise verschoben werden, weil Skipper's Frau nicht vom Brötchengeber freigelassen wurde. Aus den geplanten drei Wochen wurde lediglich zwei. Als es dann endlich losging, fuhren wir mit starkem Wind nach Fehmarn, wo wir gleich einen Tag überbrücken mussten, weil es zu heftig wurde. Tags drauf ging es über die Lübecher Bucht nach Kühlungsborn. Die Entscheidung, ob wir den 'großen Sprung' über den Darss angehen, fiel einige Tage später in der Marina Hohe Düne negativ aus. Die Großwetterlage schien ungünstig. Nur um im Bodden gewesen zu sein - ohne dort ein paar schöne Tage verbringen zu können - war uns der Schlag zu weit und der Nothafen Darsser Ort schien unattraktiv. So verbrachten wir einige Tage auf der Südseite der Lübecker Bucht, u.A. in Boltenhagen. Die Häfen in den neuen Ländern haben alle einen tollen Eindruck hinterlassen, aber das Wetter war unbeständig und teils richtig mies. Wir nutzten einen kleines Wetterfenster für die Flucht zurück nach Heiligenhafen und mussten dort vier Tage abwettern. Als unglücklich Entscheidung erwies sich die Wahl des Tages für die Rückfahrt über die Hohwachter Bucht. Wegen der starken bis stürmischen Winde baute sich ein massiver Seegang auf. Außerdem regnete es 7 Stunden Bindfäden. Obwohl die Bordfrau angesichts dieser wirklich üblen Erfahrung in höchstem Maß auf ihre Leidensfähigkeit überprüft wurde, bilanziert sie den Urlaub nicht als totalen Flop. Trotzdem: schön war das nicht....

Der Sommerurlaub 2012 wurde von langer Hand in verschiedenen Variationen geplant, die schlussendlich - wie so häufig - vom Wetter abhängig gemacht werden sollten. Sogar ein professioneller Wetterdienst wurde in Anspruch genommen, der aber auch die Entscheidungsverantwortung für einen der Pläne und einen gelungenen Urlaubsverlauf nicht übernehmen wollte. Aber ganz anders kam es:

 

Mit ambitioniertem Kurs Richtung Seeland rund erlitt die Santanita im Smallands Fahrwasser einen leichten Maschinenschaden, der zu einigen Tagen Zwangsaufenthalt und einem Inlandstrip zur nächsten Volvo-Penta-Station führte. Nach erfolgreicher Reparatur und erneuter Sichtung der Großwetterlage wurde neu entschieden, dass 'nur' die Insel Langeland umrundet werden sollte. Eine knappe Woche im schönen Hafen von Svendborg, ein paar Tage auf Aerö und das gelungene Nutzen eines geeigneten Wetterfensters für einen großen Schlag nachhause machten aus den zwei Wochen einen erholsamen Urlaub für Skipper's Frau und ihn selbst.

Die erste 'Überfahrt' führte nach Marstal. Bei ordentlich Wind sind wir (Achim und Boris) ziemlich gut durchgekühlt sicher nach Dänemark gesegelt. Dort haben wir gut gegrillt, haben schnell das Nachtlager gesucht und sind am nächsten Tag lässig zurück gesegelt.

Toogle Right